Das Projekt „Compassion“ wurde im Jahr 1992 von der Zentralstelle Bildung der Deutschen Bischofskonferenz als Projekt sozialen Lernens entwickelt. Am Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt wird seit dem Schuljahr 2003/04 für die Schüler der zehnten Klassen, mit der Einführung des G9 der elften Jahrgangsstufe, das Projekt Compassion erfolgreich durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein zweiwöchiges Praktikum sozialen Lernens, das die Jugendlichen in soziale Einrichtungen führt.
Das Projekt „Compassion“ (= Mitgefühl, Mitleiden) bietet für alle Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe Praktikumsstellen in Senioren- und Pflegeheimen, Behindertenwerkstätten oder Tagesstätten für seelisch und geistig behinderte Menschen, in Krankenhäusern, Integrationskindergärten oder Obdachloseneinrichtungen in der Region Ingolstadt.
Dort haben sie die Gelegenheit, Einblicke in das Leben von Menschen zu bekommen, deren Probleme in unserer Gesellschaft oft verdrängt werden. Sie können anderen Menschen helfen und dabei selbst neue Erfahrungen sammeln.
Ziele:
- Einblick in ein anderes Lebensfeld - Krankheit, Alter, Behinderung, Tod … gehören zum Leben dazu
- Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen
- Achtsamer Umgang mit Menschen in Not
- Erkennen, dass diese Begegnung eine religiöse und sinnstiftende Funktion haben kann
Die Schülerinnen und Schüler haben die einmalige Chance andere Lebensfelder und -probleme kennen zu lernen. Mit diesem Einblick in ein anderes Lebensfeld erfahren sie, dass Krankheit, Alter, Behinderung und Tod zum Leben dazu gehören. Sie werden zu „aktiver Mitmenschlichkeit“ ermuntert und lernen für andere da zu sein, die es im Leben schwerer haben.
Das Projekt bietet so die Möglichkeit, soziale und emotionale Kompetenzen zu erwerben.
Schülerinnen und Schüler spüren, dass der achtsame Umgang mit Menschen auch eine religiöse und sinnstiftende Dimension hat: In Menschen, die in Not sind begegnen, sie Christus.