Bericht zur Berlinfahrt 2024

Tag 1: Der Geruch von Döner am Bahnhof war das allererste, was die meisten wahrgenommen haben, nachdem wir aus dem Zug ausgestiegen sind. Auch wenn dieser Geruch einen anfangs willkommen hieß, schreckten viele vor dem Kauf des Döners für 8,50 € zurück. Nichtsdestotrotz landeten wir nach einer Weile in der S-Bahn, die uns zum Hotel „Schulz“ brachte, das zwar etwas kleine Zimmer, aber eine echt coole Einrichtung der Lobby, der Zimmer und eine super Lage hatte. Nach den organisatorischen Angelegenheiten und ein paar Stunden Ruhe für alle ging es dann auch schon los ins DDR-Museum, wo man das Leben der Bürgerinnen und Bürger in der ehemaligen DDR nicht nur sehen, sondern auch anfassen und Teil davon sein konnte. Am interessantesten fand ich die ausgestellte Wohnungseinrichtung, da man hier einen viel privateren Blick ins Leben der Menschen werfen konnte. Zum Schluss gab es noch eine kleine Nachttour durch die verregnete Stadt mit den Zielpunkten Berliner Dom, Berlinale und natürlich dem Brandenburger Tor.  

Tag 2: Am 2. Tag ging es dann richtig los mit dem Programm: Während die eine Gruppe den Opernworkshop hatte, war meine Gruppe auf einer 2. Stadttour. Wir sahen uns den zoologischen Garten und seine Drogenszene, Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche, Europa-Center mit der Wasserzeitschaltuhr u.v.m an. Beendet haben wir unsere Stadtführung auf der Museumsinsel, wo wir nochmal einen Blick auf den Berliner Dom bei Tag werfen konnten. Daraufhin ging es ins Alte Museum. Nach einer längeren Mittagspause besuchten wir das Denkmal für die ermordeten Juden. Das schlechte und windige Wetter machte den ohnehin kalten und düsteren Ort noch grauer. Doch nach dem bedrückenden Ausflug entlang der Denkmäler in Form von Steinblöcken ging es auch schon zurück ins Hotel, wo sich alle für das Theaterstück „Knapp Daneben ist auch vorbei-Die Diva der falschen Töne“ im Schlosspark Theater fertigmachten. Die herzerwärmende Komödie, die auf der wahren Geschichte von Florence Forster Jenkins basiert, spielt im New York in den 1940er Jahren. Die Hauptdarstellerin Florence sieht sich als begabte Sopranistin, obwohl ihre Gesangsdarbietung eher falsche Töne als glockenreine Klänge waren.  Nichtsdestotrotz hatte sie dank ihrer lebenslustigen und selbstbewussten Ausstrahlung eine erfolgreiche Karriere.   

Tag 3: Dieser Tag war der Höhepunkt der Berlinfahrt und der Grund, warum alle einen Anzug oder ein Kleid sowie passendes Schuhwerk mitschleppten, welches den halben Platz im Koffer belegte: die Oper „Madama Butterfly“. Dies ist eine italienische Oper, die in Nagasaki, Japan spielt. Der amerikanische Leutnant Pinkerton heiratet eine Geisha namens Cho-Cho San, die aber auch unter dem Spitznamen Butterfly bekannt ist. Er heiratet sie zwar nach japanischer Sitte, möchte aber keine dauerhafte Bindung mit ihr eingehen. So reist er kurz nach der Hochzeit zurück nach Amerika und lässt Cho-Cho San, die aus Liebe zu ihm sogar ihre Familie und den Glauben aufgegeben hat, mit der Hoffnung auf seine Wiederkehr zurück. Nach drei Jahren kommt Pinkerton tatsächlich, allerdings um Cho-Cho San mitzuteilen, dass er in Amerika neu geheiratet hat und jetzt seinen Sohn, den er mit Cho-Cho San gezeugt hat, mitnehmen wolle. Cho-Cho San gibt ihm das Kind und nimmt sich kurz danach das Leben. Auch wenn die Oper etwas lang war, war es trotzdem ein tolles Erlebnis. Vor der Oper nahm meine Gruppe auch am Opernworkshop teil. Danach besuchten wir das Bode Museum, welches sehr schön eingerichtet war.  

Tag 4: Am vierten Tag stand der Ausflug in den Bundestag an. Dort durften wir bei einer Plenarsitzung zuhören und mit zwei Abgeordneten des Bundestages sprechen. Nach der Sitzung konnten wir noch nach oben zur Kuppel, wo uns ein atemberaubender Ausblick über ganz Berlin geboten wurde. Abends durfte jede Klasse ihren Abend selbst gestalten.  

Tag 5: An diesem Tag unternahmen wir einen letzten Ausflug. Angefangen haben wir an unserem Hotel, welches direkt an der Mauer liegt. Wir sind über die Oberbaumbrücke zum „The Wall Museum“ gelaufen und anschließend wieder zurück die Mauer entlang. Angekommen am Bahnhof, verabschiedete uns der allbekannte Dönergeruch zurück nach Ingolstadt. 

Sophie-Nicole Simonenko, 10a