Am 7. Januar 2025 besuchte der Jugendoffizier Hauptmann Benjamin Bartels die 12. Jahrgangsstufe des Gnadenthal Gymnasiums mit dem Ziel, über Auslandseinsätze der Bundeswehr und deren Beitrag zu Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert zu informieren.
Nachdem sich alle Schülerinnen und Schüler in der Aula versammelt hatten, stellte sich der Jugendoffizier zunächst persönlich vor. Mit einer Gliederung seines Vortrags leitete er dann zum Thema über und ging erstmal auf die vielen und vielfältigen Fragen der Schülerschaft ein, welche zuvor im Unterricht von den Lehrkräften gesammelt wurden. Bartels nahm sich für jede Frage ausreichend Zeit und beleuchtete diverse Themen, wie beispielsweise den Tagesablauf der Soldatinnen und Soldaten, ihre Verpflichtungen, Vorurteilen, denen sie begegnen, die Bundesbesoldung, die aktuelle Debatte zum Thema Wehrdienst sowie zahlreiche Anekdoten aus dem Soldatenberuf.
Sehr aufschlussreich referierte er über hybride Bedrohungen wie Deep Fakes oder Cyberangriffe, dem sogenannten Weltraumkommando, seinen Aufgaben als Jugendoffizier im Verteidigungsfall, aber auch dem Unterschied zwischen Einsatz und Mission in Zusammenhang mit der Mehrheitsregelung im Bundestag.
Nach einer kurzen Pause ging Bartels dann konkret auf die aktuellen Einsätze im Ausland ein. Dabei informierte er neben der aktuellen Operation ASPIDES, welche Schutz und Sicherheit für die Schifffahrt im Roten Meer gewähren soll, auch über den abgeschlossenen Einsatz in Afghanistan. Videomaterial zeigte den Alltag der Soldaten im Camp Pamir und es gab ergänzend Erfahrungsberichte von Soldaten. Zuletzt stellte er die Brigade Litauen vor, welche der Abschreckung einer möglichen Bedrohung des Bündnisgebiets von außen dient und eine dauerhafte und volle Einsatzbereitschaft ab 2027 vorsieht. Immer wieder betont Bartels an diesem Tag die Notwendigkeit, Defizite in den Kapazitäten der Bundeswehr durch Parlamentsentscheidungen zu beseitigen und sich ernsthaft mit den Bedrohungen in der heutigen Zeitenwende auseinander zu setzen.
Seinen Besuch beendete er mit einem Appell, Mut zu haben, Entscheidungen zu treffen und immer selbstverantwortlich eine eigene Meinung zu bilden.
Laura Kolb und Johanna Ebert, Q12