Lagebericht zu unseren Bienenvölkern: Varroabehandlung

Mitte Dezember wurde die sog. Winterbehandlung gegen die Varroamilbe, einen Bienenschädling, durchgeführt. Im Gegensatz zur Sommerbehandlung, die im August erfolgte und bei der Ameisensäure verwendet wurde, kam diesmal eine Oxalsäurelösung zum Einsatz.

Nach ein paar Tagen wurde die Wirksamkeit unserer Behandlung kontrolliert. Dabei wurde im sog. Gemüll eine Vielzahl getöteter Varroamilben entdeckt. Dies belegt, dass die Säurebehandlung erfolgreich war.

Abgefallene, tote Milben zwischen Wachsstückchen

Varroamilbe von oben und unten (rechts)

Die Durchführung der Behandlung ist gesetzlich vorgeschrieben, um die weitere Verbreitung der Varroamilbe einzudämmen. Eingeschleppt wurde sie in den 1970-iger Jahren aus Asien. An ihren acht Beinen erkannt man, dass sie zu den Spinnentieren zählt.

Auf lateinisch heißt sie Varroa destructor, also zerstörerische Milbe. Der Name ist Programm: Die Milbe saugt das Blut der erwachsenen Bienen und der Larven und schädigt sie dadurch. Außerdem werden schädliche Viren wie z.B. das Flügeldeformationsvirus übertragen, das die Flügel verkrüppeln lässt.

Im Zusammenspiel mit schlechtem Wetter, imkerlichen Fehlern und dem Einsatz von Insektiziden (v.a. Neonikotinoiden) kann die Varroamilbe v.a. im Herbst und Winter zum Absterben ganzer Völker führen.

Jetzt können wir nur hoffen, möglichst alle Milben abgetötet zu haben, damit die Bienenvölker gesund und milbenfrei in das neue Bienenjahr starten können.

 

Gnadenthaler "Jugend forscht"-Projekte im DONAUKURIER

Zwei Gnadenthaler Gewinnerprojekte des "Jugend forscht" Wettbewerbs stellte der DONAUKURIER in seinem ausführlichen Bericht vom 16. März 2021 vor, der hier im Ausschnitt gezeigt werden darf.

Das „Bee-Team“ des P-Seminars Biologie „Imkerei“ hat sich beim Projekt we4bee, das von der Audi Stiftung für Umwelt gefördert wird, darum beworben, einen von 100 HighTech-Bienenstöcken zu erhalten.

Im vergangenen Schuljahr hat sich das „Bee-Team“ des P-Seminars Biologie „Imkerei“ u.a. mit einem selbst gedrehten Video beim Projekt we4bee um einen von 100 mit HighTech-Sensorik ausgestatteten Bienenstock beworben. Nachdem die Bewerbung erfolgreich war, hat die Schule inzwischen ihren eigenen Top Bar Hive (= TBH) als Dauerleihgabe erhalten.
Nach einigen technischen Schwierigkeiten und nachdem das erste Volk leider den Winter nicht überlebt hatte, wurde Anfang Mai 2020 ein neues Volk in den TBH einquartiert.

Aus den Daten unseres Volkes, die unter https://analytics.we4bee.org/#/5d26fa92b04485000113ab34 abgerufen werden können, lassen sich interessante Rückschlüsse auf das Verhalten der Bienen ziehen ohne sie zu stören. So stammt die folgende Graphik vom 09.05.2020. An diesem Tag hat das Volk den TBH bezogen. Man sieht, dass vor dem Bezug alle Innensensoren die gleiche Temperatur messen, die meist unter der Außentemperatur (blaue Linie) liegt. Nach dem Einzug und einer kurzen Orientierungsphase entscheiden sich die Bienen, ihr Brutnest im Bereich der Sensoren 4 und 5 anzulegen (rote und braune Linie). Diesen Bereich heizen sie unabhängig von der Außentemperatur auf fast 35 °C auf. Da das Volk noch klein ist, kann es den Rest der Beute nicht vollständig ausfüllen und beheizen.
Die erhobenen Daten können abgerufen und in den Biologieunterricht integriert werden. Sie sollen neben der Bereicherung des Unterrichts auch dabei helfen, das Verhalten und die Bedürfnisse der Honigbiene besser zu verstehen und langfristig ihren Bestand zu sichern.

Danke an Hörgeräte LANGER für die großzügige Unterstützung des P-Seminars Biologie. Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen und Umweltschutz sind dem Unternehmen besonders wichtig. Deshalb hat es einen Umweltfonds eingerichtet. Mit dem gesammelten Geld werden regionale Umweltprojekte unterstützt. Die Arbeit des P-Seminars „Imkerei“ passt da besonders gut in ihre Strategie. Derzeit wird ein bundesweites Forschungsprojekt in Deutschland durchgeführt, an dem das Gnadenthal-Gymnasium teilnimmt.

Für die Bewerbung musste ein Motivationsschreiben verfasst und ein kleines Video gedreht werden.
Dieses Video kann unter folgendem Link angesehen werden:

https://youtu.be/bpn0bO5gOO4

Wolfgang Brummet

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