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Fahrten

Römerlager

Vale, castra Romana!

Das Erste, was man von dem Römerlager sah, waren 12 Hütten, die ganz anders aussahen, als wir es uns vorgestellt hatten. Der ganze Platz war schon vollgestellt mit Rucksäcken, Isomatten, Schlafsäcken und verschiedenen Koffern. Wir hatten kaum Zeit unsere Freunde zu begrüßen und unsere zahlreichen Utensilien in den Hütten zu verstauen, da Frau Scheuer einen ihrer berühmten Pfiffe abgab. Nun rannten alle ins Freie und Frau Scheuer erklärte uns den Ablauf der kommenden Tage. Heute würden wir in verschiedenen Gruppen basteln und wir hatten ja schon vor einigen Wochen aus den verschiedenen Möglichkeiten – Schmuck oder Spiegel anfertigen, Schwerter schnitzen, Mosaik legen oder „archäologische Funde“ restaurieren – wählen können. Nach dieser Ansprache liefen folglich alle zu ihren Römer-Einheiten. Am Abend dieses Tages wanderten wir in unseren Togen zum alten Römerkastell von Pfünz. Danach wurde ein Lagerfeuer entzündet. Das Schlafen in den kargen Hütten war für manche eine Herausforderung: Einige schliefen gut, doch andere scheinbar gar nicht ...! Am nächsten Tag wurden wir von Topfgeklapper geweckt: Frau Schönleber! Nach dem ausgiebigen Frühstück mit einigen Keilereien, wer als erstes abspülen dürfe, brachen wir zur acht Kilometer langen Wanderung zur Willibaldsburg in Eichstätt auf. Dieser Marsch wurde von fast allen mit einem Stöhnen bewertet, denn zu mehr waren wir nach der Wanderung nicht mehr in der Lage. Trotzdem hatten wir viel Spaß beim gemeinsamen Ratschen oder Spielen wie „Wer bin ich?“. In der Burg wurden wir in Gruppen auf das Museum losgelassen. Der Brunnen, der eh schon im Keller liegt, war beängstigend: 75 Meter tief und eine 1-Cent-Münze brauchte 10 Sekunden, bis sie unten angekommen war. Die Rückfahrt in den Pferdekutschen war sehr spaßig, weil manche so müde waren – und das Wackeln der Kutsche war auch sehr beruhigend - , sodass sie einschliefen. Eine schwere Aufgabe, diese wieder wach zu bekommen! Zurück in Almosmühle gab es zum Abendessen Pizza, was von uns freudig bejubelt wurde. Danach waren Olympische Spiele angesagt. Geleitet von Frau Schönleber wurden sie ein großer Spaß, da beim „Wagenrennen“ zum Beispiel die menschlichen Pferde „auseinanderbrachen“. Obwohl wir alle danach schon ziemlich müde waren, aßen wir am Lagerfeuer noch Stockbrot. Am nächsten Morgen erwachten alle mit der Gewissheit, bald wieder duschen zu können. Nach dem Frühstück wurde in Gruppen aufgeräumt und auch wenn das Toiletten-Putzen etwas ekelig war, so wurde doch auch bei allen Arbeiten herzlich gelacht. Dann packten wir unsere Habseligkeiten und warteten auf unsere Eltern.

Manches werden wir vermissen (z.B. Lagerfeuer und Liebesoffenbarungen), manches weniger (wie Kloputzen oder Ohrenzwicker in den Schlafsäcken).

Vale castra Romana!

Paula Piekatz

 

 

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