Englandfahrt

Am Abend des 10. Oktober 2015 brachen vier Klassen der neunten Jahrgangsstufe mit vier Begleitlehrern zu einer einwöchigen Studienfahrt nach England auf. Das Reiseziel war, wie bereits in den Vorjahren, Broadstairs in Kent. In der Vorfreude auf die aus dem Englischunterricht vertraute Insel war die Stimmung an Bord von zwei Bussen bereits auf der Hinfahrt ausgesprochen fröhlich, weil sich die Schülerinnen und Schüler viel zu erzählen hatten und erst nach Erreichen einer Raststätte bei Montabaur im Westerwald Nachtruhe angeordnet wurde.

Nach der Fahrt durch Belgien und Frankreich erreichte die Reisegruppe dann bei Sonnenaufgang den Hafen von Calais, wo eine Fähre zur Einschiffung nach Dover wartete. Der schlechte Schlaf in unbequemen Sitzen wurde am Sonntagmittag mit einem herrlichen Blick auf das Meer belohnt, weil zunächst eine Wanderung entlang der markanten Kreidefelsen zum Leuchtturm von St. Margaret unternommen wurde, woraufhin man zur Rast in ein Teehaus in der Nähe von Dover Castle einkehrte. Gegen 18.00 Uhr wurden dann die Schülerinnen und Schüler von den Gastfamilien in Empfang genommen und zu den Unterkünften gebracht. Am Montagmorgen mussten sich die Jugendlichen in der Kent School of English einfinden, wo ein Einstufungstest durchgeführt wurde. Im Vergleich mit anderen europäischen Schulgruppen aus Spanien, Ungarn und Italien belegten die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums die obersten Ränge, was die Lehrer besonders erfreute, zumal der Englischunterricht am Gnadenthal Gymnasium erste Früchte hervorbrachte. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten sich aufgeschlossen im Umgang mit anderen Nationen und traten selbstbewusst auf.

Im Verlauf der Woche hatten sie dann reichlich Gelegenheit die erworbenen Sprachkenntnisse in der Schule und in den Gastfamilien zu vertiefen, zumal nur Englisch gesprochen werden durfte. Täglich fanden fünf Unterrichtsstunden am Vormittag und frühen Nachmittag statt, denen Nachmittags- und Abendveranstaltungen folgten, wie zum Beispiel ein Disco-Besuch, ein gemeinsamer Liederabend mit Live Musik oder ein irischer Volkstanz in einer Turnhalle.

Auch ein Besuch von Canterbury, dem bekanntesten Wallfahrtsort Englands, stand auf dem Programm. Hier konnte man einen lebendigen Eindruck vom „merry old England“ gewinnen, weil das mittelalterliche Stadtbild mit seinen engen Gassen, Kapellen, Pilgerherbergen und Spitälern trotz eines deutschen Luftwaffenangriffs im Zweiten Weltkrieg weitgehend erhalten blieb. Eine Neuerung brachte die Fahrt nach London, weil die Hauptstadt dieses Mal mit Bussen angefahren wurde, was  mit einem enormen Zeitgewinn verbunden war. Nach einer Bootsfahrt auf der Themse von Greenwich nach Westminster mit den üblichen Sehenswürdigkeiten wie Tower Bridge, Parlament, Westminster Abbey, Buckingham Palace und Piccadilly Circus bot sich den 9. Klässlern dann die Gelegenheit ihrer Einkaufslaune ausgiebig zu frönen und kleine Reiseandenken zu erwerben.

Am Freitagnachmittag wurde wieder die Heimreise angetreten und nun hieß es Abschied von England und Kent zu nehmen. Nach einer Ärmelkanalüberquerung bei hohem Wellengang mit erneuter Nachtfahrt kam die Reisegruppe am Mittag des 17. Oktober wieder wohlbehalten in Ingolstadt an. Abrundend ist noch zu erwähnen, dass sowohl die Lehrer als auch die Gasteltern um das Wohl der Schülerinnen und Schüler sehr bemüht waren und sich die Jugendlichen durch ein sehr höfliches und äußerst diszipliniertes Verhalten im Ausland ausgezeichnet hatten.

Alexander Pfannenstiel

 

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